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ReFood macht Speisereste in Marl zu Biogas

 

 


04.05.2012, 

Marls Bürgermeister Werner Arndt sowie Hilmar Claus, stellvertretender Landrat des Kreises Recklinghausen, und Norbert Rethmann, Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN-Gruppe, nahmen am Standort Rennbachstraße offiziell eine neue Biogasanlage der Firma ReFood in Betrieb. Sie produziert erneuerbare Energie ausschließlich aus Lebensmittel- und Speiseresten.

In Marl an der Rennbachstraße 101 sehen Passanten seit Anfang des Jahres einen großen Gasballon zwischen den Wiesen und Feldern. „ReFood pure Biokraft“ ist auf der weißen Außenhülle zu lesen. „Der Slogan steht deutschlandweit für innovative Speiseresteverwertung“, freut sich Geschäftsführer Friedrich Hautkapp. „Mit unserer neuen Biogasanlage, die ausschließlich Lebensmittel- und Speisereste aus Gastronomie, Handel und Industrie in erneuerbare Energie umwandelt, runden wir unser Dienstleistungskonzept nun auch in Nordrhein-Westfalen ab.“ Auch Marls Bürgermeister Werner Arndt ist von der Anlage überzeugt: „Die Biogasanlage an der Rennbachstraße setzt die Möglichkeiten der modernen Kreislaufwirtschaft in die Tat um“, so der Repräsentant der Stadt. „Die Umwandlung gewerblicher Lebensmittelreste in klimafreundlichen Strom ist von großem Vorteil für die Region und den Klimaschutz."

Gemeinsam mit Bürgermeister Arndt sowie Hilmar Claus, dem stellvertretenden Landrat des Kreises Recklinghausen, wird Norbert Rethmann als Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN-Gruppe die neue Anlage am Freitag um 11 Uhr offiziell in Betrieb nehmen. Im Anschluss besichtigen sie das Gelände zusammen mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, um sich die Produktionsabläufe und Verfahrensweisen erklären zu lassen, mit denen ReFood aus Lebensmittel- und Speiseresten erneuerbare Energie gewinnt.

ReFood in Marl
Seit rund fünf Jahren ist ReFood in Marl aktiv. Die Niederlassung sammelt im Monat aktuell mit über 100 Mitarbeitern und rund 50 Spezialfahrzeugen 70.000 Behälter mit Speiseresten, die zwischen Kleve, Höxter und Münster sowie im Ruhrgebiet anfallen. In der neuen Biogasanlage mit einer Leistung von 3,1 Megawatt (MW) entsteht daraus klimafreundlicher Strom für über 7.000 Haushalte. Die gleiche Menge Energie aus dem europäischen Strommix verursacht mehr als 18.000 Tonnen CO2. Der erste ReFood-Strom aus Marl floss bereits im Dezember letzten Jahres.

Zur neuen ReFood-Anlage mit einem Investitionsvolumen von rund 9,2 Millionen Euro gehören zwei Fermenter, ein Gasspeicher und ein Gärrestelager sowie zwei Blockheizkraftwerke (BHKW). Den Hauptteil der gewonnenen Energie speist ReFood in das kommunale Versorgungsnetz ein, der andere Teil wird für eigene Produktionsprozesse genutzt. Die Abwärme der Blockheizkraftwerke steht zudem für weitere Unternehmen am Standort zur Verfügung. Insgesamt sind rund 200 Mitarbeiter der SARIA-Gruppe an dem Standort tätig, der in den letzten Jahren umfassend modernisiert und ausgebaut worden ist. Seit 2002 sind rund 40 Mio. Euro investiert worden.

 




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